Atemwegserkrankungen – Aspergillose

Verantwortung tragen bei Atemwegserkrankungen

Von Deborah Blaser

Viele Papageien leiden an der Krankheit Aspergillose. Diese Atemwegserkrankung ist eine Faktorenkrankheit und muss unbedingt behandelt werden. Diagnosen müssen vom vogelkundigen Tierarzt bestätigt werden, der auch die für die Behandlung notwendigen Medikamente verordnet.

Hat Ihr Vogel diese Krankheit, ist eine Begleitung durch Ihren Tierarzt unvermeidlich. SIE müssen aber auch SELBST Verantwortung übernehmen!

Erkrankungen der Luftröhre, Lunge, Bronchien und Luftsäcke können teilweise durch Inhalieren behandelt oder gelindert werden. Die Lebensqualität kann dadurch merklich verbessert werden.

Was bedeutet/heißt Inhalation?

Gasförmiger Kaltdampf (sogenannte Aerosole) wird eingeatmet. Der Kaltdampf gelangt als Aerosol in die Atemwege und wirkt im Idealfall in den erkrankten Organen. Dies ist die beste Möglichkeit, um verschiedene Atemwegserkrankungen zu therapieren. Es ist sinnvoll, den Ablauf einer Inhalation mit den Papageien zu üben. Im Ernstfall kennen sie diesen Vorgang und haben keine Angst. Stress und Angst sind absolut schädlich. Sind die Papageien das Inhalieren gewohnt, gehört es dazu und sie genießen die tägliche Anwendung.

Bei der Inhalation kann für die Medikamentengabe zum Beispiel Evian verwendet werden. Beim Kauf eines Inhalationsgerätes sollten Sie auf die Feinheit der ausgestoßenen Partikel achten. Diese sollten so klein wie möglich sein; damit wird ine bessere Aufnahme in den Luftwegen erreicht.

Jeder Vogel inhaliert anders. Welche Variante optimal ist, muss der Vogelhalter herausfinden.

Im Federparadies inhalieren wir in einer Plastikbox. Im oberen Bereich sind viele Löcher angebracht, dies stellt den Co2-Abfluss sicher. Die Box ist vorne offen, somit kann der Vogel gemütlich in die Box spazieren. Danach wird die Box verschlossen. Mittlerweile können auch andere Vögel von diesem System profitieren, was einfach genial ist.

Übernehmen Sie immer die Verantwortung für Ihre Familienmitglieder. Ob diese nun bei Ihnen wohnen oder eine Abgabe erfolgt: stellen Sie sicher, dass die erkrankten Tiere die notwendige Aufmerksamkeit und Pflege erhalten.

Die Verantwortung muss IMMER ernst genommen werden!

Hier geht es zum Artikel: Ausgabe 1.2019

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